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INQA-Coaching für Schreinereien

Jede Anfrage ist ein Unikat, und die Vorarbeit fürs Angebot kostet Zeit, bevor feststeht, ob daraus ein Auftrag wird. INQA-Coaching übernimmt 80 % der Kosten, wenn Sie diese Abläufe gemeinsam mit Ihrem Team neu aufsetzen.

Was INQA-Coaching für Schreinereien leistet

Gefördert wird weder eine Software noch ein Gerät, sondern ein begleiteter Veränderungsprozess. Sie arbeiten bis zu 12 Tage mit einem autorisierten INQA-Coach an einer Frage der Arbeitsorganisation, die mit der Digitalisierung im Betrieb zusammenhängt, und beziehen Ihre Beschäftigten ein. Das Programm übernimmt 80 % des Honorars.

Das Programm ist branchenübergreifend, Handwerksbetriebe gehören als kleine und mittlere Unternehmen zur Zielgruppe. Welche Voraussetzungen im Einzelnen gelten, steht auf der Seite zum Programm.

Wo in Ihrem Betrieb Zeit verloren geht

Diese Engpässe kennen viele Betriebe Ihres Gewerks:

  • Jede Anfrage ist individuell: Maße, Skizzen, Fotos und Wünsche kommen verstreut über Telefon, E-Mail und WhatsApp
  • Angebote für Einzelanfertigungen brauchen viel Vorarbeit — auch für Anfragen, die nie zum Auftrag werden
  • Projektunterlagen, Zeichnungen und Absprachen liegen an verschiedenen Orten
  • Lieferanten-Rechnungen für Material und Beschläge erzeugen laufend Ablage-Arbeit

Woran ein Coaching ansetzen kann

Bevor etwas automatisiert wird, muss klar sein, wie der Ablauf heute läuft und wer wofür zuständig ist. Genau dafür ist das Coaching da. Typische Ansatzpunkte:

  1. 1

    Anfrageaufnahme

    Wie kommen Maße, Skizzen, Fotos und Wünsche an einer Stelle an, statt verstreut über Telefon, E-Mail und WhatsApp?

  2. 2

    Vorarbeit und Auftragschance

    Wann lohnt sich ein ausführliches Angebot, und wer entscheidet das nach welchen Kriterien?

  3. 3

    Projektunterlagen

    Welches Ablageprinzip gilt für Zeichnungen, Absprachen und Bestätigungen, damit jedes Projekt vollständig auffindbar ist?

  4. 4

    Beleg- und Rechnungsablauf

    Wie werden Materialrechnungen und Beschläge-Belege fortlaufend statt gesammelt abgelegt?

Welche technischen Lösungen aus so einem Coaching entstehen können, steht auf der Seite „Automatisierung für Schreinereien und Tischlereien“.

Was das Coaching nicht bezahlt

Die Einführung der Lösungen, die im Handlungsplan stehen, bezahlen Sie selbst: Software, Einrichtung, Betrieb. Gefördert wird die Begleitung bei der Veränderung. Das spricht nicht gegen das Programm, aber Sie sollten es in der Planung berücksichtigen.

Beispielrechnung

Angenommen, Ihr Coaching umfasst 10 Tage zum Höchstsatz von 1.200 Euro netto. Dann beträgt der Beratungswert 12.000 Euro, davon übernimmt das Programm 80 %, also 9.600 Euro. Ihr Eigenanteil liegt bei 2.400 Euro.

Sie zahlen das Honorar zunächst vollständig, die Erstattung folgt nach Abschluss des Coachings und der Prüfung der Unterlagen. Wie viele Tage Ihr Betrieb braucht, ist hier nicht vorhergesagt, das ist ein Rechenbeispiel.

Das sollten Sie vorab klären

  • Gibt es im Betrieb mindestens eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle? Ein Betrieb nur mit Minijobbern ist nicht förderfähig.
  • Besteht der Betrieb seit mindestens zwei Jahren?
  • Haben Sie noch keinen Coach beauftragt? Eine rückwirkende Förderung gibt es nicht.
  • Können Sie das Honorar vorstrecken, bis die Erstattung kommt?
  • Ist das Unternehmen noch nie am Programm INQA-Coaching beteiligt gewesen und wird derselbe Zweck nicht anderweitig öffentlich gefördert?

Der Förder-Check auf der Seite „Förderung“ prüft diese und die weiteren Voraussetzungen aus der Richtlinie einzeln.

Häufige Fragen

Kann ein Betrieb wie meiner INQA-Coaching nutzen?

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, ja. Das Programm ist branchenübergreifend und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Entscheidend sind unter anderem weniger als 250 Beschäftigte, mindestens eine Vollzeitstelle, zwei Jahre am Markt und ein noch nicht begonnenes Vorhaben. Die verbindliche Prüfung macht die INQA-Beratungsstelle.

Lohnt sich das bei individueller Einzelfertigung?

Je individueller die Aufträge, desto mehr Zeit kostet die Vorarbeit pro Anfrage. Ein Coaching kann klären, wie Anfragen strukturiert ankommen und wann sich Vorarbeit lohnt. Ob sich der Eigenanteil für Ihren Betrieb rechnet, besprechen wir im Erstgespräch ehrlich durch.

Wird die Software mitbezahlt?

Nein. Gefördert wird das Coaching, nicht die Anschaffung oder Einrichtung von Software. Diese Kosten tragen Sie selbst.

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Quellen

Stand: Oktober 2026. Förderbedingungen können sich ändern; die verbindliche Auskunft gibt die zuständige INQA-Beratungsstelle bzw. das BAFA.