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Begriffe, verständlich
Moderne Entwicklung und Betrieb, die Tools hinter unserer Arbeit und die gängigen Fördermittel für den Mittelstand – kurz und ohne Fachchinesisch erklärt.
Moderne Entwicklung & Betrieb
- Automatisierung (Workflow-Automation)
- Wiederkehrende Aufgaben und Abläufe werden von Software erledigt, damit Menschen sie nicht mehr manuell ausführen müssen.
- Self-Hosting
- Software und Daten laufen auf eigener oder gemieteter Infrastruktur statt in der Cloud eines Anbieters – volle Kontrolle über die eigenen Daten.
- EU-Hosting
- Betrieb der Systeme auf Servern innerhalb der EU, um DSGVO-Anforderungen und Datenresidenz zu erfüllen.
- Privacy by Design / DSGVO-konform
- Datenschutz wird von Anfang an in ein System eingebaut, nicht nachträglich ergänzt.
- Containerisierung
- Anwendungen werden mit all ihren Abhängigkeiten in isolierte „Container“ verpackt, die auf jedem System gleich laufen (z. B. mit Docker).
- Infrastructure as Code (IaC)
- Server und Infrastruktur werden als Code beschrieben und automatisiert bereitgestellt – reproduzierbar und versionierbar.
- CI/CD
- Continuous Integration / Continuous Delivery: automatisiertes Testen und Ausliefern von Software-Änderungen, damit Updates schnell und zuverlässig live gehen.
- Versionskontrolle (Git)
- System, das jede Änderung am Code nachvollziehbar speichert und die Zusammenarbeit im Team ermöglicht.
- API (Programmierschnittstelle)
- Definierte Schnittstelle, über die Programme miteinander Daten austauschen und Funktionen aufrufen.
- Webhook
- Automatische Benachrichtigung von einem System an ein anderes, sobald ein Ereignis eintritt – etwa „neue Anfrage eingegangen“.
- Serverless
- Code läuft in vom Anbieter verwalteten Funktionen, ohne dass man Server selbst betreiben muss; Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung.
- Server-Side Rendering (SSR)
- Webseiten werden auf dem Server fertig gerendert ausgeliefert – schneller sichtbar und für Suchmaschinen sowie KI-Systeme direkt lesbar.
- Monitoring / Observability
- Laufende Überwachung von Systemen, um Fehler und Engpässe früh zu erkennen.
- Open Source
- Software, deren Quellcode offen einsehbar ist – prüfbar, anpassbar und ohne Lizenz-Lock-in.
- Offene Standards
- Herstellerunabhängige Formate und Protokolle, die einen Anbieterwechsel jederzeit möglich machen.
- Vendor-Lock-in
- Abhängigkeit von einem Anbieter, aus der man nur schwer wieder herauskommt – das Gegenteil von offenen Standards.
- Large Language Model (LLM)
- Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt; Grundlage moderner KI-Assistenten.
- Retrieval-Augmented Generation (RAG)
- KI-Technik, bei der ein Sprachmodell auf eigene Dokumente und Daten zugreift, um korrekte, aktuelle Antworten zu geben.
- Model Context Protocol (MCP)
- Offener Standard, über den KI-Modelle sicher auf externe Tools und Datenquellen zugreifen können.
- OCR (Texterkennung)
- Wandelt Bilder und Scans – etwa Rechnungen – in durchsuchbaren, weiterverarbeitbaren Text um.
- Spracherkennung (Speech-to-Text)
- Wandelt gesprochene Sprache automatisch in Text um, zum Beispiel für Telefonnotizen.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
- Ein schriftlicher Vertrag mit einem Dienstleister, der personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet – er regelt, was der Anbieter mit Ihren Daten darf und was nicht.
- Datenminimierung
- Der Grundsatz, nur so viele personenbezogene Daten zu verarbeiten, wie für den Zweck wirklich nötig sind – weniger Daten, weniger Risiko.
- Pseudonymisierung
- Personenbezug in Daten so ersetzen oder entfernen, dass ein Vorgang ohne Namen und Adresse weiterverarbeitet werden kann.
- Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
- Eine nach DSGVO geforderte Übersicht darüber, welche personenbezogenen Daten Ihr Betrieb wofür, wie lange und mit welchen Werkzeugen verarbeitet.
- KI-Verordnung (AI Act)
- Europäisches Regelwerk, das KI-Anwendungen nach Risiko einordnet und für riskante Einsatzfelder – etwa im Personalbereich – zusätzliche Pflichten vorsieht.
- Schatten-KI
- KI-Werkzeuge, die Mitarbeiter eigenmächtig und ohne Wissen der Betriebsleitung nutzen – meist gut gemeint, datenschutzrechtlich aber unkontrolliert.
- Wiedervorlage (Eskalationsregel)
- Eine automatische Erinnerung, die eine Aufgabe erneut auf den Tisch legt, wenn sie nach einer festgelegten Zeit nicht als erledigt markiert wurde.
Tools & Technologien
Die Werkzeuge, die auch auf unserer Startseite laufen.
- n8n
- Open-Source-Plattform zur Workflow-Automatisierung; verbindet Apps und Dienste ohne viel Programmierung und ist self-hostbar.
- Make
- Cloud-Plattform zur Automatisierung von Abläufen zwischen Apps (früher Integromat).
- Zapier
- Cloud-Dienst, der Apps über sogenannte „Zaps“ automatisiert miteinander verbindet.
- Open WebUI
- Selbst-hostbare Weboberfläche, um eigene KI- und Sprachmodelle zu betreiben und zu nutzen.
- Docker
- De-facto-Standard für Containerisierung; verpackt Anwendungen mitsamt ihrer Umgebung.
- Hetzner
- Deutscher Hosting-Anbieter mit Servern in der EU – beliebt für DSGVO-konformes Self-Hosting.
- Hostinger
- Hosting-Anbieter für Websites und Server.
- Proxmox
- Open-Source-Virtualisierungsplattform zum Betrieb eigener Server und virtueller Maschinen.
- Nginx
- Weit verbreiteter Webserver und Reverse Proxy.
- Cloudflare
- Dienst für DNS, Sicherheit und Performance (CDN) von Websites.
- Microsoft Azure
- Cloud-Plattform von Microsoft für Rechenleistung, Datenbanken und KI-Dienste.
- PostgreSQL
- Leistungsfähige, weit verbreitete Open-Source-Datenbank.
- Supabase
- Open-Source-Backend-Plattform (Datenbank, Authentifizierung, APIs) auf PostgreSQL-Basis.
- Redis
- Schneller In-Memory-Datenspeicher, häufig als Cache eingesetzt.
- Python
- Programmiersprache, verbreitet für Automatisierung, Datenverarbeitung und KI.
- Anthropic (Claude)
- KI-Unternehmen; Claude ist ein leistungsfähiges Sprachmodell.
- Mistral AI
- Europäisches KI-Unternehmen mit offenen, leistungsstarken Sprachmodellen.
- Ollama
- Werkzeug, um Sprachmodelle lokal auf eigener Hardware auszuführen.
- Hugging Face
- Plattform und Community für KI-Modelle und Datensätze.
- Whisper
- KI-Modell für Spracherkennung (Speech-to-Text).
- Messenger, der sich über die Business-API in Automatisierungen einbinden lässt.
- VoIP (Internettelefonie)
- Telefonieren über die Internetleitung statt über eine klassische Telefonleitung – Grundlage dafür, dass Anrufdaten und Mailbox-Nachrichten automatisiert weiterverarbeitet werden können.
- Voicemail-Transkription
- Das automatische Verschriften von Mailbox-Nachrichten, damit aus einer Sprachaufnahme eine lesbare, suchbare Telefonnotiz wird.
- Diarisierung (Sprechertrennung)
- Technik, die in einer Aufnahme erkennt, wer wann spricht – nützlich, wenn mehrere Personen in einem Gespräch auftauchen.
Fördermittel für den Mittelstand (Deutschland)
Stand: Juli 2026. Verfügbarkeit, Laufzeiten und Konditionen von Förderprogrammen ändern sich häufig – im Zweifel bei der jeweiligen Förderstelle prüfen.
- INQA-Coaching
- Gefördertes Beratungsprogramm für KMU zur mitarbeiterorientierten Einführung digitaler Lösungen; in der Regel bis zu 80 % Zuschuss (BMAS, kofinanziert aus dem ESF Plus).
- BAFA – Förderung unternehmerischen Know-hows
- Zuschuss zu Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
- Digital Jetzt (BMWK)
- Investitionszuschuss für Digitalisierung (Software, Hardware, Qualifizierung) im Mittelstand. Programmlaufzeit beachten.
- go-digital (BMWK)
- Gefördertes Beratungs- und Umsetzungsprogramm für Digitalisierung in KMU. Programmlaufzeit beachten.
- KfW-Förderkredite
- Zinsgünstige Kredite der KfW für Investitionen und Digitalisierung, z. B. der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit.
- ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand)
- Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Mittelstand durch das BMWK.
- Digitalisierungsprämie Plus (Baden-Württemberg)
- Landesförderung (Zuschuss oder Kredit) für Digitalisierungsvorhaben von KMU in Baden-Württemberg.
- Innovationsgutscheine Baden-Württemberg
- Landeszuschüsse für Innovations- und Entwicklungsleistungen kleiner Unternehmen.
- Digitalbonus (länderspezifisch, z. B. Bayern)
- Regionale Förderung für Digitalisierungsinvestitionen; Ausgestaltung je nach Bundesland unterschiedlich.
- Mittelstand-Digital Zentren
- Kostenlose, geförderte Anlaufstellen, die KMU praxisnah bei der Digitalisierung unterstützen.
- Landesförderbanken (z. B. L-Bank BW)
- Förderkredite und Zuschüsse auf Landesebene; in Baden-Württemberg über die L-Bank.
