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INQA oder BAFA: welche Förderung passt

Beide Programme fördern Beratung für kleine und mittlere Unternehmen, sie unterscheiden sich aber deutlich im Umfang. Hier der Vergleich für einen Betrieb in den alten Bundesländern wie Stuttgart.

Die beiden Programme nebeneinander

INQA-CoachingBAFA Unternehmensberatung
Fördersatz80 % der Kosten50 % in den alten Bundesländern einschließlich Berlin, 80 % in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen (ohne Region Leipzig), Sachsen-Anhalt und Thüringen. Keine Staffel nach Unternehmensalter mehr
Höchstbetragbis zu 12 Coaching-Tageförderfähige Beratungskosten bis 3.500 Euro, also höchstens 1.750 Euro Zuschuss (alte Bundesländer)
Einstiegkostenlose Erstberatung bei der INQA-Beratungsstelle, dann Coaching-ScheckOnline-Antrag beim BAFA, vor Beginn der Beratung
SchwerpunktFachkräfte, Prozesse, Digitalisierung, gemeinsam mit den BeschäftigtenBeratung zu unternehmerischen Fragen, kürzer und klar abgegrenzt
Beratung durchautorisierten INQA-CoachBeratungsunternehmen, das die Vorgaben des BAFA-Merkblatts erfüllt
GrenzenLaufzeit bis zu sieben Monatehöchstens fünf Beratungen im Programmzeitraum, nicht mehr als zwei pro Jahr
Laufzeit des Programmsvorerst bis Ende 2028 verlängert, eine Fortführung darüber hinaus wird vorbereitetRichtlinie läuft zum 31. Dezember 2026 aus, ein Nachfolger wird erwartet

Wann INQA-Coaching die bessere Wahl ist

Wenn es um einen echten Umbau von Abläufen geht und das Team mitgenommen werden soll, reicht der Rahmen der BAFA-Förderung meist nicht. Bis zu 12 Coaching-Tage mit 80 % Förderung lassen deutlich mehr Raum als förderfähige Beratungskosten von höchstens 3.500 Euro.

Wann die BAFA-Förderung passt

Für eine einzelne, klar umrissene Frage, etwa eine Kalkulation, eine Nachfolgeregelung oder die Prüfung einer Entscheidung, ist ein BAFA-geförderter Beratungstermin schlanker. Der Antrag läuft online über das BAFA-Portal.

Beides für dasselbe Vorhaben?

Dieselbe Leistung lässt sich grundsätzlich nicht doppelt fördern. Ob und wie sich beide Programme für verschiedene Teile eines Vorhabens kombinieren lassen, klären Sie vorab mit der INQA-Beratungsstelle und dem BAFA. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch, welcher Weg zu Ihrer Frage passt.

Stand Oktober 2026. Die BAFA-Richtlinie läuft zum 31. Dezember 2026 aus. Aus diesem Förderinstrument sind bisher immer wieder Nachfolgeformate hervorgegangen, auch jetzt wird mit einem Nachfolger gerechnet. Eine verbindliche Regelung ist bis heute nicht belegt, prüfen Sie den Stand vor einem Antrag auf bafa.de. Welche weiteren Programme neben INQA und BAFA zu Ihrem Betrieb passen, zeigt der Fördercheck unter /foerdercheck.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen INQA-Coaching und der BAFA-Förderung?

INQA-Coaching fördert 80 % von bis zu 12 Coaching-Tagen und bezieht die Beschäftigten ein. Die BAFA-Förderung bezuschusst in den alten Bundesländern 50 % von höchstens 3.500 Euro förderfähigen Beratungskosten, also höchstens 1.750 Euro.

Gilt der höhere BAFA-Satz auch in Stuttgart?

Nein. 80 % bis 2.800 Euro gelten für Betriebsstätten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen (ohne die Region Leipzig), Sachsen-Anhalt und Thüringen. In allen übrigen Ländern einschließlich Berlin und Baden-Württemberg sind es 50 % auf höchstens 3.500 Euro Beratungskosten, also bis 1.750 Euro. Eine frühere Staffel nach Unternehmensalter gibt es nicht mehr.

Wann muss ich bei der BAFA-Förderung den Antrag stellen?

Vor dem Beginn der Beratung. Erst nach der Zusage darf die Beratung starten.

Wer berät bei welchem Programm?

Beim INQA-Coaching führt ein autorisierter INQA-Coach die Beratung durch. Alexandros Moysoglou ist autorisierter INQA-Coach (IC2649175) und beim BAFA als Berater registriert (UBF-Nr. 229438).

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Quellen

Stand: Oktober 2026. Förderbedingungen können sich ändern; die verbindliche Auskunft gibt die zuständige INQA-Beratungsstelle bzw. das BAFA.